Was wir schützen
Biodiversität im Günztal
Unter dem Oberbegriff „Erhalt der Biodiversität (im Günztal)“ lässt sich tatsächlich ganz gut zusammenfassen, was wir schützen. Doch der Begriff ist so umfassend, dass wir ihn genau betrachten müssen, um konkrete Ansatzpunkte für Naturschutzmaßnahmen zu finden.
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Landschaftstypen
Im Günztal herrschen durch seine Lage und Entstehungsgeschichte einige typische Landschaftstypen vor. Dies sind vor allem die Auenökosysteme mit Wäldern, Wiesen und Weiden, welche sich entlang der Günz – von Günzach im Süden bis Günzburg im Norden – schlängeln oder auch die vielen – oftmals trockengelegten – Moore. Der Schutz und die Wiederherstellung dieser Landschaftstypen hat Vorrang, da sie typische, wichtige und vor allem heimische Arten beherbergen.
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Typische Arten
Zu den Landschaftstypen gehören immer auch prägende Arten, die über Jahrtausende durch die Evolution an die dort vorherrschenden Lebensbedingungen angepasst wurden. Unser besonderes Augenmerk liegt auf dem Schutz dieser Arten. Wir schützen hier sozusagen eingespielte Teams. Viele dieser Arten haben wir in unserem Zielkonzept als sogenannte Leitarten definiert. Für sie schützen, erweitern und optimieren wir den Biotopverbund. Teilweise sind es bedrohte Arten. Viele von ihnen sind aber auch noch weit verbreitet und das soll so bleiben.
Beispielhaft für typische Arten sind unter anderem die Trollblume, der Randring-Perlmuttfalter oder der Laubfrosch.
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Besondere Arten
Naturschützerinnen und Naturschützer konzentrieren sich natürlich auch gerne auf bedrohte und spektakuläre Arten. Solche sind auch im Günztal zu finden. Zwei dieser Arten sind die Trollblume und das Bayerische Löffelkraut. Diese Arten leiden unter dem Lebensraumverlust oder haben so spezielle Anforderungen an ihren Lebensraum, dass sie es generell schwer haben. Das Bayerische Löffelkraut etwa gedeiht nur an Tuffquellen und Quellbächen unter einigermaßen konstanten Wuchsbedingungen. Um diese und andere seltene Arten kümmern wir uns. Es wäre nicht nur traurig solche Raritäten zu verlieren, es wäre auch riskant. Denn auch sie haben einen wichtigen Einfluss auf unsere Ökosysteme.
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Die Genetik
Neben dem Schutz der vielen Arten an sich, ist es auch enorm wichtig die genetische Vielfalt und den genetischen Austausch innerhalb der Arten zu schützen, beziehungsweise zu ermöglichen. Bedeutet: die Arten müssen sich austauschen und von einem Lebensraum in einen anderen wandern können. Finden diese Wanderungen innerhalb der Arten nicht statt, verarmt ihr Genpool. Als Folge sinkt die Vitalität und die Populationen sind insgesamt nicht mehr resilient genug, verlieren also die Fähigkeit auf Änderungen angemessen zu reagieren. Mit der Zeit sterben sie aus.