Kooperation auf Augenhöhe
Landwirtschaft & Engagement im Günztal
Die Stiftung Kulturlandschaft Günztal bietet landwirtschaftlichen Betrieben vielfältige Möglichkeiten, sich gezielt für den Erhalt der Artenvielfalt in der Region einzusetzen.
Dabei ist uns sehr wohl bewusst unter welch großem Druck die Branche seit Jahren steht, sei es durch die öffentliche Meinung oder durch anhaltende wirtschaftliche Herausforderungen. Daher sind unsere Angebote stets so angelegt, dass sie auf größtmöglicher Kooperation – im Sinne von gegenseitigem Entgegenkommen – und einer Kommunikation auf Augenhöhe beruhen. Unsere Berater haben selbst einen landwirtschaftlichen Hintergrund und sind daher von Natur aus nahe dran an den Themen, die die Branche beschäftigen.
Die folgenden Angebote geben Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Wege, sich im Günztal einzubringen.
Unser Angebot im Bereich Tierhaltung
Günztal Weiderind
Mit dem Projekt Günztal Weiderind haben wir ein System aufgebaut, dass Naturschutz und wirtschaftliche Tragfähigkeit vereint. Als Günztal Weiderind Betrieb setzen Sie sich für den Erhalt einer ursprünglichen, heimischen Nutztierrasse, dem Original Braunvieh ein. Durch die extensive Rinderhaltung fördern Sie die Artenvielfalt auf Ihren Weiden. Und mit dem Verkauf des Weidefleischs in Direktvermarktung bleibt sämtlicher Gewinn aus der ganzen Wertschöpfungskette auf Ihrem Hof.
Ihr Mehrwert:
- Faire Preise in einem regionalen Markt
- Stabile Betriebsstruktur durch zwei Standbeine – Fleischvermarktung und Landschaftspflege
- Fachliche Begleitung durch die Stiftung Kulturlandschaft Günztal und ihre Mitarbeiter
- Öffentlichkeitsarbeit und Kundenbindung wird durch die Kooperation erleichtert
Direkt Kontakt aufnehmen:
Markus Moser
Projektmanager Landwirtschaft
Tel.: 08332 790537
E-Mail: markus.moser@guenztal.de
Unser Angebot als Pflegebetrieb
Werden Sie Landschaftspfleger
Die Landwirtschaft sieht sich derzeit mit zwei großen Umbrüchen konfrontiert. Einerseits findet ein großer Generationswechsel statt. Viele Betriebe wissen nicht, wer die Nachfolge antreten wird. Andererseits steht auch ein technologischer und wirtschaftlicher Wandel bevor. Betriebe, die jetzt übernommen werden, stehen oft vor der Frage ob die Betriebsabläufe und -systeme so überhaupt noch zukunftsfähig sind.
In der Landwirtschaft gibt es seit langem nicht mehr den einen Weg, der für alle Betriebe passt. Für manche Betriebsleiterinnen ist es genau der richtige Weg einen neuen Stall zu bauen und den Betrieb Arbeitsökonomisch effizienter zu machen.
Ein anderer gangbarer Weg ist es aus Wachstumszwängen weitestgehend auszutreten und Ihren Betrieb rein auf die Pflege extensiver Naturschutzflächen umzustellen. Denn wer, wenn nicht Sie hätte mehr Erfahrung da draußen?
Ihr Mehrwert:
- Planbare Einnahmen durch Förderprogramme und Pflegeverträge
- Flexibilität: Pflege durch Mahd oder extensive Beweidung (Koppelprodukt: Weidefleisch – Direktvermarktung oder Handelsverkauf der Tiere)
- Geringe Investitionskosten – weniger Maschinen, weniger Infrastruktur, weniger Risiko
Direkt Kontakt aufnehmen:
Markus Moser
Projektmanager Landwirtschaft
Tel.: 08332 790537
E-Mail: markus.moser@guenztal.de
Die Königs-Disziplin der Grünlandpflege
Extensive Beweidung – “Wilde Weiden”
Extensive Beweidung ist eine besonders wirkungsvolle Form der Grünlandpflege – fachlich anspruchsvoll, wirtschaftlich umsetzbar und gesellschaftlich hoch anerkannt. Mit dem Ansatz der „Wilden Weiden“ knüpfen wir an historische Weidelandschaften an und entwickeln sie gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben zeitgemäß weiter.
Gerade auf Flächen, die maschinell nur eingeschränkt oder gar nicht mehr bewirtschaftet werden können, bietet Beweidung klare Vorteile. Hanglagen, feuchte Standorte oder strukturreiche Grünlandflächen lassen sich durch den gezielten Einsatz von Weidetieren dauerhaft offenhalten und pflegen. Gleichzeitig entstehen neue Nutzungsmöglichkeiten für Flächen mit geringen Pachtkosten oder ohne klassischen Pachtmarkt.
Für landwirtschaftliche Betriebe eröffnet extensive Beweidung zusätzliche wirtschaftliche Perspektiven. Die Haltung robuster Tiere in weitgehend natürlichen Systemen geht mit einer hohen Tiergesundheit und geringen Investitionskosten einher. Gleichzeitig entstehen hochwertige Produkte wie Weidefleisch und Wurstwaren, die sich glaubwürdig mit Naturschutz, Tierwohl und Regionalität verbinden lassen – ein Mehrwert, der am Markt zunehmend gefragt ist.
Darüber hinaus gewinnen Betriebe durch die Mitarbeit an „Wilden Weiden“ wertvolle Erfahrung in einem modernen, sich dynamisch entwickelnden Bereich des Naturschutzes. Extensive Beweidung wird von der Bevölkerung ebenso wie von Entscheidungsträgern zunehmend positiv wahrgenommen und spielt eine wachsende Rolle in Förderprogrammen und Pflegekonzepten.
Die Stiftung Kulturlandschaft Günztal begleitet interessierte Betriebe fachlich und organisatorisch – von der Flächenauswahl über Fördermöglichkeiten bis zur praktischen Umsetzung vor Ort. Ziel ist eine langfristige, verlässliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe, von der Landwirtschaft und Naturschutz gleichermaßen profitieren.
Ihr Mehrwert:
- Planbare Einnahmen durch Förderprogramme und Pflegeverträge
- Geringe Flächenkosten bzw. Pachtzinsen durch die Nutzung von marginal Land oder schwierig zu bewirtschaftender Topographie
- Hohe Anerkennung in der Bevölkerung durch sichtbaren Beitrag zum Naturschutz
- Hohe Tiergesundheit in extensiven Weidesystemen
- Geringe Investitionskosten – weniger Maschinen, weniger Infrastruktur, weniger Risiko
Direkt Kontakt aufnehmen:
Markus Moser
Projektmanager Landwirtschaft
Tel.: 08332 790537
E-Mail: markus.moser@guenztal.de
Langfristige Zusammenarbeit durch Pachtverträge
Pachten von Naturschutz-Grünland
Unsere stiftungseigenen Flächen kann man auch pachten und passende Pflegeverträge mit uns eingehen. Über Auflagen in Bezug auf beispielsweise Mahdzeitpunkt und Düngung kann die Pacht günstig ausfallen. So ein Vertrag kann für Sie interessant sein, wenn Sie zum Beispiel Heu von extensiven Weiden benötigen oder selbst extensiv beweiden möchten – mit Jungvieh oder einer Mutterkuhherde.
Oder Sie verpachten uns Ihr Grundstück und wir kümmern uns um eine naturschutzfachlich sinnvolle Beweidung.
Wir sind für beide Wege offen und finden gemeinsam mit Ihnen eine Lösung, die für beide Seiten passt.
Direkt Kontakt aufnehmen:
Elena Steuer
Flächenmeisterin
Tel.: 08332 790537
E-Mail: elena.steuer@guenztal.de
Landwirtschaftliches Engagement im Günztal
Kooperation auf Augenhöhe
Mehr über gelungene Kooperationen im Bereich Landwirtschaft erfahren Sie unter anderem auf unseren Projektseiten „Insektenfreundliches Günztal“ und „Günztal Weiderind“.