6 Jahre für die 6 Beiner

Insektenfreundliches Günztal

Ziel des Projekts „Insektenfreundliches Günztal – naturschonende Grünlandwirtschaft im Biotopverbund“ war es, die Insektenvielfalt gemeinsam zu fördern und zu erhalten. Dazu sollten insektenschonende Bewirtschaftungsmethoden im Grünland praxisnah vermittelt und umgesetzt werden, der bestehende Biotopverbund durch gezielte Maßnahmen für Insekten optimiert und ausgebaut werden und gemeinsam mit Landwirt*innen, Bürger*innen und Gemeinden Wege zum Erhalt der Biologischen Vielfalt gefunden werden.

Insektenfreundliches Günztal

Projektzeitraum: 2020 – 2026

Fördergeber: Bayerischer Naturschutzfonds, Bundesamt für Naturschutz

Partner: Universität Halle-Wittenberg, Universität Osnabrück, ISÖ – Institut für Sozialökonomie, FiBL – Forschungsinstitut für biologischen Landbau

Fakten

Ziele und Aufgaben

Biotopverbund für Insekten

Schaffung Lebensraumstrukturen/Mikrohabitat-Inseln (MHI)

  • Entwicklung Bauplan Mikrohabitat-Inseln
  • Systematische Überprüfung der Flächen Ökoflächenkataster bzgl. (Ziel)Zustand
  • 100 Mikrohabitat-Inseln anlegen
  • 30 Strukturelemente anlegen
  • Systematische Überprüfung der Flächen öffentlicher Träger und privater Eigentümer


Ausbau Biotopverbund

  • Zielkonzept und Projektvernetzung im Landkreis Günzburg entwickeln
  • 50 ha neue Verbundfläche einbinden
  • 5 ha Ankauf von Umsetzungsflächen
  • Einbindung von Flächen öffentlicher Träger und privater Eigentümer
  • Maßnahmen in Kontaktgebieten

Insektenschonende Bewirtschaftung

  • 100 ha Umsetzungsfläche für insektenschonende Bewirtschaftung optimieren
  • 200 ha insektenschonenden Bewirtschaftung auf landwirtschaftlichen Intensivflächen
  • Erwerb von insektenfreundlichen Wiesenbewirtschaftungsgeräten
  • Weiterentwicklung der insektenschonenden Mähtechnik
  • extensive Beweidung, Ausweitung der Flächen u. Anzahl Weidebetriebe
  • Erprobung einer Frühjahrsvorweide

Verbesserung des Wissensstandes zu insektenfreundlicher Bewirtschaftung

  • Erstellung einer „Toolbox- Insektenfreundliche Landwirtschaft“
  • Ermittlung ökonomische Auswirkungen insektenfreundlicher Bewirtschaftung
  • Information, Aus- und Weiterbildung Landwirtschaft (Ziel 25% Landwirte)
  • 20 Betriebe für insektenfreundliche Bewirtschaftung gewinnen
  • Akquise u. Qualifizierung von mindestens 3 „Praxis-Begleitern“ insektenfreundliche Landwirtschaft

Mitwirkung bei Untersuchungsdesign und Unterstützung der Durchführung vor Ort

  • Entwicklung Kommunikationskonzept
  • 10 Presse- und Medienmeldungen p.a.
  • 2 Druckprodukte (Faltblätter, Bestimmungshilfen, etc.) p.a.
  • 500 Besucher bei Vorträgen, Exkursionen, etc.
  • 30 Veranstaltungen in Günztal-Gemeinden
  • 30 Einzelberatungen für Landwirte, Flächenbesitzer, Kommunen etc. p.a.
  • 50 Info- und Erlebnispunkte im Günzgebiet
  • 6 Infodisplays
  • Entwicklung von 3 Bildungsprogrammen
  • 1000 TN bei Bildungsprogrammen p.a.
  • 6 Multiplikatoren-Veranstaltungen zur Fortbildung von Lehrern

sozio-ökonomische Evaluation

  • Auftragsvergabe und Mitwirkung bei Feinkonzipierung
  • Eigendokumentation (Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung, Landwirtschaft)
  • ökonomische Analyse insektenfreundlicher Methoden (Stiftung)

ökologische Evaluation

  • Eigendokumentation (Umsetzungsflächen, Biotopgestaltung)

Ergebnisse

Aktueller Stand

Im Laufe der sechs Projektjahre haben wir viele landwirtschaftliche Betriebe beraten, die insektenschonenden Doppelmessermähwerke vorgeführt und hunderte Hektar Wiese mit ihnen gemäht, ein Förderprogramm für landwirtschaftliche Betriebe entwickelt, weit über hundert Strukturelemente und Mikrohabitate zur Verbesserung des Biotopverbundes für Insekten angelegt, tausende Kinder mit spannendem Insekten-Wissen geschult und durch neue Veranstaltungsformate viele Fakten und Faszination für Insekten verbreitet. Das alles war nur möglich durch die enorme Manpower, die wir uns auf Grund der Förderung im Bundesprogramm „natur.leben.vielfalt.“ leisten konnten. Unser Team wuchs durch das Projekt von vier auf 11 Teilzeit-Mitarbeitende an und unsere Arbeit profitierte stark von den unterschiedlichen Disziplinen, die wir so vereinen konnten.

Herausforderungen und Rückschläge gab es natürlich auch. So führte unser Wissenschaftspartner Uni Osnabrück zum Beispiel einen Mobilitätsversuch mit Heuschrecken durch, der uns leider keine auswertbaren Ergebnisse lieferte. Und auch bei unseren Doppelmessermähwerken galt es anfangs technische Probleme zu überwinden.

Und trotzdem, wir haben unsere Ziele erreicht:

Biotopverbund für Insekten – Natur braucht Raum

Der Biotopverbund Günztal wurde im Projekt auf bestehenden und neuen Flächen für Insekten optimiert und erweitert. Vor allem durch unser Konzept „Mikrohabitat-­Insel“, durch Strukturelemente sowie den Erwerb neuer Flächen entstanden 39 ha neue Biotopflächen.

Die Grundidee der Mikrohabitat-Inseln ist es, auf kleinem Raum wichtige Lebensraumelemente für Insekten zu vereinen. Das kompakte, leicht umzusetzende und durch unsere Projektmittel für Interessenten kostenfreie Konzept wurde, sowohl von Privaten, Gemeinden und auch Firmen gut angenommen. Auch über das Günztal hinaus fand die Idee Anklang und wurde weiterverbreitet. Und, am wichtigsten, auch bei den Insekten kam das Konzept gut an. Kartierungen auf den Inseln zeigten, dass sogar seltene Arten wie der Storchschnabel-Bläuling oder die Geriefte Steilwand-Schmalbiene sich einstellten. Eine wichtige Erkenntnis für uns war, dass vor allem die richtigen Pflegemaßnahmen entscheidend sind, damit die neu geschaffenen Strukturen auf Dauer erhalten bleiben. Vor allem die angelegten Sandhügel benötigen Pflege, um sie vor zu starkem Bewuchs zu bewahren. Hierfür haben wir 2023 begonnen, ein Netzwerk von Paten aufzubauen, die von uns geschult werden und die Pflege ehrenamtlich übernehmen.

Darüber hinaus haben wir unter dem Begriff „Strukturelemente“ weitere Biotopelemente zusammengefasst, welche die Landschaften für Insekten bereichern. Dies können Streuobstbäume, Hecken, Tümpel oder blütenreiche Säume sein. Auch hier zeigte sich, dass die Akzeptanz für diese überschaubaren Elemente deutlich höher ist als für großflächige Naturschutzmaßnahmen.

Mit Projektmitteln konnten außerdem drei Flächen mit insgesamt fast vier Hektar erworben werden, die nun langfristig für den Insektenschutz gesichert sind. Auch durch Pacht und Beratung konnten weitere insektenfreundliche Maßnahmen angeregt und umgesetzt werden.

Und das Beste daran: Von den umgesetzten Maßnahmen profitieren nicht nur die Insekten, sondern auch unzählige weitere Arten, die alle zur Stabilisierung unserer Ökosysteme beitragen.

Insektenfreundliche Landwirtschaft – Hotspot Grünland

Herzstück unserer Arbeit für eine insektenschonende Landwirtschaft waren die Vorführungen mit unseren Doppelmessermähwerken. Für die Vorführungen direkt auf den landwirtschaftlichen Betrieben stellten wir ein Team aus sogenannten Praxisbegleitern auf, die von uns zum Insektenschutz geschult wurden.

Das Beratungsangebot auf Augenhöhe – von Praktiker zu Praktiker – erreichte die Zielgruppe und wurde vor allem durch Weiterempfehlung gut verbreitet. Gleichzeitig müssen wir zugeben, dass wir uns noch mehr Interesse an dem kostenfreien Angebot erhofft hatten.

Trotzdem: Einige haben unsere Vorführungen zum Handeln bewegt. Ein Landwirt, hat sich mit Hilfe des Förderprogrammes der Rentenbank, ein Doppelmessermähwerk gekauft. Drei weitere Betriebe sind aktuell noch im Entscheidungsprozess. Leider fehlt es uns meist an Rückmeldungen, ob Betriebe aufgrund unserer Informationsangebote ihre Abläufe umstellen oder ein Doppelmessermähwerk kaufen. Nicht alle Projekterfolge lassen sich erfassen. Kontroverse und teilweise unsachliche Diskussionen in landwirtschaftlichen Fachzeitschriften zur ökologischen Wirksamkeit von Doppelmessermähwerken, erschweren darüber hinaus die Akzeptanz.

Was jedoch durch Forschungsarbeiten der Uni Osnabrück in unserem Projekt deutlich belegt werden konnte: die wirksamste Schnellhilfe für den Insektenschutz im Grünland sind Altgrasstreifen. Richtig angelegt, sind diese die sicherste und wertvollste Möglichkeit, das Überleben der Insekten im Grünland zu gewährleisten. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen, haben wir im Projekt ein eigenes Förderprogramm für strukturreiche Weiden entwickelt. Dabei wurden auf Weideflächen Altgrasbereiche durch Auszäunen länger erhalten. Diese Idee ist in unserer Förderlandschaft neu und bietet den Insekten auch auf Weiden wichtige Zufluchtsorte.

Umweltbildung – Staunen gelernt

Auch ein Umweltbildungsprogramm mit dem Titel „Klasse Insekten“ wurde im Projekt neu entwickelt und mit über 3.000 Kindern und Jugendlichen durchgeführt. „Klasse Insekten“ deshalb: weil Insekten in der Biologie eine eigene Klasse darstellen, das Thema speziell für Schulklassen aufbereitet wurde und weil Insekten einfach klasse sind! Das Programm wurde so konzipiert, dass es sich an den Themen des Lehrplans orientiert: also Insekten und Gewässer, Wald, Wiese und Hecke.

Insekten sind meist nicht so beliebt, wie beispielsweise der Pandabär, nicht so interessant oder umstritten, wie der Biber und erscheinen auf den ersten Blick eher langweilig. Doch wenn man sich erst mal mit dem Thema Biodiversität beschäftigt, stellt man schnell fest, wie faszinierend und wichtig die Welt der Insekten ist.

Denn gibt es keine Insekten mehr, dann gibt es auch schnell keine schönen Vögel oder leckeren Früchte mehr. Diese Zusammenhänge konnten die Kinder selbst erleben, wenn sie mit unseren Umweltbildner*innen unterwegs waren. Auch die bereits geschulten Augen unseres Teams sahen dabei viel Neues und erlebten den Ansatz, bereits bei den kleinsten Lebewesen anzusetzen, als bereichernd.

Öffentlichkeitsarbeit – Sprich mich an

Insekten sind tatsächlich nicht so beliebt.

Okay, die niedliche Honigbiene vielleicht. Aber sonst? Den Gärtner stören die Blattläuse an den Rosen, die Landwirtin die Kartoffelkäfer und wirklich niemand mag Stechmücken. Jede und jeder hat sein eigenes Thema mit Insekten und somit war ein wichtiges Element der Öffentlichkeitsarbeit eine zielgruppengerechte Ansprache. Dazu entwickelten wir sogenannte Kernbotschaften. Die Essenz dessen, was wir vermitteln wollten: Insekten sind wichtig für unsere Ökosysteme; Insekten sind bedroht durch unsere Art zu leben; Insekten sind aber auch schön und faszinierend; und: wir können alle einen Beitrag leisten, damit sie bleiben. Diese oft wenig beachteten Zusammenhänge machten wir in leicht zugänglichen Grafiken, Schaubildern oder sympathischen Insektengeschichten deutlich. Außerdem fanden viele Veranstaltungen zum Thema Insekten statt und die „Ich tu was“ Mitmach-Kampagne lud ein auch selbst tätig zu werden.

Unser Resümee: die Insekten sind nicht das Problem. Für eine gute, erfolgreiche Umweltkommunikation ist es entscheidend, den verschiedenen Zielgruppen jeweils passende und vor allem machbare Ideen zum Mitmachen anzubieten und niemanden vor den Kopf zu stoßen.

Materialien

Downloads

Infos

Tipps & Links

Der Vielfalt Raum geben

Nutzen Sie Balkone, Gärten, Dächer, Grundstücke & öffentliche Flächen.

Wir alle können der Vielfalt Raum geben. Insektenfreundliche Ecken können zum Beispiel auf Balkonen und Terrassen, auf Dächern, in Gärten, auf Firmen- und Vereinsgrundstücken oder öffentlichen Plätzen in den Gemeinden geschaffen werden. Oft braucht es nur einen Anstoß oder eine Idee.

Insekten schützen auf dem Firmengelände

  • Ratgeber für naturnahe Gestaltung von Firmengeländen. (LINK)


Vielfalt in der Kommune

  • Bündnis „Kommunen für Biologische Vielfalt“ (LINK)
  • Der Ratgeber vom Blühpakt Bayern für kommunale Grünflächenpflege zum Download. (LINK)


Ideen zur Dach-Begrünung

  • Wildbienenfreundliche Dachbegrünung (LINK)
  • Informative Seite des Bundesverband GebäudeGrün (LINK)

Insekten brauchen Vielfalt

Mit Blüten ist es nicht getan, denn für Insektenvielfalt braucht es auch Totholz, Wasserstellen, Hecken, Stauden, Blühwiesen, Bäume und sonnige Offenböden. Viele Strukturen, die auch in der Landschaft für unsere Insekten wichtig sind, kann man in kleineren Formaten auf Balkon oder im Garten umsetzen. Hier ist Kreativität gefragt. Kleine Tränken auf dem Balkon, eine Totholzecke im Vorgarten, ein Staudenbeet auf der Dachterrasse – alles ist möglich. Das Nonplusultra ist natürlich ein Naturgarten, doch auch im Kleinformat kann man helfen.

Unser Tipp: Insekten Oasen schaffen

  • Sollten Sie etwas Platz im Garten haben, empfehlen wir Ihnen unsere Idee der Mikrohabitate umzusetzen. Das sind Kleinstlebensräume für Insekten, in denen alle lebenswichtigen Strukturen für die kleinen Sechsbeiner vorhanden sind. Sie funktionieren auch in Einzelteilen oder kleineren Formaten. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie auf unserer Seite. (LINK)


Links & Downloads

  • Anleitungen und Tipps zum Anlegen von insektenfreundlichen Elementen bei der Insektenschutzakademie. (LINK)
  • Insekten schützen leicht gemacht. Anleitung des Bund Naturschutz für Kommunen und Wildnisliebhaber. (LINK)
  • Info-Broschüre: Mein summender Garten – Praxistipps für Insektenvielfalt im Garten. (Stiftungsland) (LINK)


Buchtipps

  • Bienen retten – Wildbienenfreundliche Projekte für Balkon, Terrasse und Garten (Sebastian Hopfenmüller und Eva Stangler im Ulmer Verlag)

Ansprechpartner*innen vor Ort

  • Biodiversitätsberater*innen der UNBs

Unsere Wildpflanzenvielfalt nimmt in der freien Landschaft immer mehr ab. Gerade die heimischen Wildpflanzen sind aber für Insekten unheimlich wichtig. Wilde Möhre, Hornklee, Natternkopf und Co sind wichtige Nahrungsquellen für viele Bestäuber und sehen obendrein auch hübsch aus. Viele Zierpflanzen hingegen tragen häufig keinen Pollen oder Nektar oder werden nur von wenigen generalistischen Insektenarten besucht.

Deshalb unser Tipp: Laden Sie Wildpflanzen auch in Ihre Blumenbeete ein. Es gibt unendlich viele attraktive Garten-Ideen, um mit Wildpflanzen zu gärtnern.


Unser Tipp

  • Holt euch bei uns kostenlose Samentütchen!


Buchtipps

  • Nachhaltige Pflanzungen und Ansaaten von Reinhard Witt
  • Das Wildpflanzen Topfbuch von Reinhard Witt (Viele nützliche Infos und Anregungen, für das Gärtnern mit Wildpflanzen in Töpfen)


Bezugsquellen für Regiosaatgut


Staudengärtnereiein in der Region

  • Staudengärtnerei Gaißmayer, Illertissen (LINK)
  • AllgäuStauden, Leutkirch (LINK)
  • Hof Berggarten (LINK)

Wem die Zeit, die Ambition oder der grüne Daumen für einen Naturgarten fehlt, der kann nun beruhigt aufatmen. Auch durch Nichtstun und die Natur einfach sein lassen, kann man etwas für die Insekten tun. An die eine Ecke kommt man ohnehin schlecht ran? Der Hund hat ein Loch in den Rasen gegraben? Das perfekte Aussaatwetter verpasst? Die Insektenwelt wird es verzeihen und sich über Rückzugsorte, neue Lebensraumstrukturen und auch spontanen Pflanzenbewuchs freuen. Es reicht, wenn man ab und zu mal nach dem Rechten sieht. Unkraut und Unordnung gibt es aus Insektenperspektive nicht.

Gönnen Sie dem Mähroboter eine Pause, mähen Sie seltener, lassen Sie Ecken oder Inseln stehen. All das hilft den Insekten dabei, Nahrung und Unterschlupf über den ganzen Sommer zu finden. Außerdem brauchen viele Eier und Puppen das „alte Zeug“ über den Winter, um im neuen Jahr schlüpfen zu können.

Über die richtige Mähtechnik im Garten scheiden sich die Geister. Auf jeden Fall sollte der Mähroboter – wenn er denn sein muss – nur tagsüber, möglichst selten und unter Aufsicht fahren, denn auch für Igel und Co bedeutet er eine große Gefahr. Wie wäre es mit einer kreislauffördernden Alternative fürs Mähen ohne Krach – der Sense? Zum richtigen Sensen werden auch immer mal Kurse angeboten.

Vor allem Insektizide und Herbizide belasten unsere Insekten. Neben den direkten Wirkungen der Insektizide verringern Herbizide das Wirts- und Futterpflanzenangebot und schaden indirekt. Wir empfehlen: Im Garten auf chemische Pflanzenschutzmittel und Insektizide verzichten. Lieber  Nützlinge fördern oder auf pflanzliche Alternativen setzen!

Unser Tipp

  • Brennnesselsud gegen Blattläuse!


Links & Infos zu Nützlingen im Garten

  • Das Portal des Umweltbundesamts. (LINK)
  • Informationsbroschüre des Julius-Kühn-Instituts. (LINK)
  • Eine App der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung „Nützlinge im Garten“ zur Erkennung und Förderung bestimmter Arten. (LINK)

Die Lichtverschmutzung bei Nacht setzt gerade den nachtaktiven Insekten zu. Sie irren ins Licht und verschwenden dabei ihre Energie oder verenden an den tödlichen Fallen. Also: Wenn’s geht über Nacht die Lichter ausschalten, Leuchtzeiten oder Leuchtstärke reduzieren oder sich für insektenfreundliche Leuchtmittel entscheiden. Es gilt: Je mehr Rotanteil in den Lampen, desto besser – je mehr Blauanteil, desto schlechter.

Info Broschüren & Tipps für insektenfreundliche Beleuchtungen

  • Außenstelle Natur, Insektenfreundliche Beleuchtung (LINK)
  • Bund Baden-Württemberg, Licht aus für unsere Insekten (LINK)

Initiative zur Eindämmung der Lichtverschmutzung

  • Die Paten der Nacht. (LINK)

Ins Gespräch kommen und Ideen entwickeln:  In der Gemeinde, auf dem Vereinsgelände oder in der Nachbarschaft – gemeinsam geht es leichter. Für kleine und große Projekte braucht es manchmal nur einen Anstoß und ein paar motivierte Helfer*innen. Eine Mikrohabitat-Insel hinter dem Sportplatz? Eine wilde Blumenecke auf dem Vereinsgelände? Wir helfen gerne bei der Ideenfindung!

Kontakt

Ihr Ansprechpartner

Bei Fragen zum Projekt:

Dr. Sebastian Hopfenmüller 
Mobil: +49 151 43804299
E-Mail: sebastian.hopfenmueller@guenztal.de