Neues aus der Kiesgrube Obergünzburg
Wiederherstellung der Artenvielfalt
Nach unserem Spendenaufruf für den Kauf einer Fläche angrenzend an die ehemalige Kiesgrube Obergünzburg, kamen viele Spenden zusammen. Trotzdem konnten wir nicht warten bis der volle Betrag zusammenkommt, denn die Fläche war auf dem Markt und wir wollten diesen Schatz unbedingt sichern. Daher haben wir sie Anfang des Jahres gekauft und mit Geldern aus anderen geplanten Projekten zwischenfinanziert. Um jedoch alle Projekte 2026 wie geplant umsetzen zu können sind wir also weiterhin auf Spenden für die Fläche angewiesen.
Maßnahmen
Eselbeweidung gestartet
Für mehr Artenvielfalt
Grundsätzlich möchten wir die einstige Artenvielfalt dieses seltenen Landschaftstyps wieder herstellen. Dazu sind verschiedene Maßnahmen geplant, um der Verbuschung der Fläche sorgsam entgegenzuwirken. Die erste Maßnahme heißt Esel.
Doch welchen Vorteil hat die Eselbeweidung für die Artenvielfalt?
Die Esel können die Verbrachung und Verbuschung der wertvollen kräuterreichen „Restvorkommen“ auf der Fläche stoppen. Indem sie nun auf der Fläche weiden und sie nutzen, bringen sie sie automatisch wieder in einen guten Zustand.
So entsteht nach und nach eine Waldweide, da durch die raus gefressenen Büsche und kleinen Bäume mehr Licht auf den Boden fällt. Mehr Licht und Luft sind zwei ganz wichtige Faktoren, um anderen Pflanzen eine Chance zu geben und so die Biodiversität auf der Fläche wieder zu erhöhen.
Außerdem bringen die Esel Dung auf die Fläche, auf welchen verschiedene Arten angewiesen sind – unter anderem Dungkäfer.
Was zusätzlich für die Esel spricht – mal abgesehen davon, dass sie unglaublich süß sind: sie verbrauchen keinen Diesel. Die maschinelle Pflege wäre auf dieser Fläche sehr aufwendig und teuer und stellenweise schlicht nicht realisierbar. Die Esel sind die natürlichste Form der Pflege für diesen Standort und somit unsere kompetenten Mitarbeiter.
Die Esel gehören der Familie Allinger (Eselhof Allinger), die für uns ein wichtiger Partner in der Landschaftspflege ist. Sie hat auch den neuen Weidezaum installiert, der ihre Tiere schützt.
Zukunft
Task Force
Einsatz weiterer Landschaftspfleger geplant
Wie es genau auf der Fläche weiter geht, ist aktuell noch in Arbeit. Geplant sind auf jeden Fall weitere „task forces“ – so der interne Arbeitstitel – für die Öffnung der Fläche. Denn verschiedene Weidegänger wie Esel, Rinder oder gar Ziegen haben jeweils ganz spezielle Vorlieben, was ihr Futter angeht. Dementsprechend können sie gezielt eingesetzt werden, wenn es um die „Beseitigung“ bestimmter Pflanzen geht, die sich zu sehr ausbreiten und somit anderen, seltenen Arten den Raum nehmen.
Im Juli nimmt unser Kollege Dr. Sebastian Hopfenmüller alle Interessierten mit zu einer Exkursion auf der Fläche.
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