Gemeinsam schützen, was zusammengehört

Blüten Besucher Vielfalt Günztal

Im Projekt „BlütenBesucherVielfalt Günztal“ setzten wir uns gezielt für den Erhalt und die Wiederansiedlung seltener Wiesenpflanzen-Arten im Günztal ein – und denken dabei von Anfang an auch deren Bestäuber mit. Denn Blütenpflanzen und Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge sind voneinander abhängig: Ohne Blüten keine Bestäuber, ohne Bestäuber keine Blüten.

Viele charakteristische Wiesenarten des Günztals – etwa Weicher Pippau, Trollblume oder Wiesen-Glockenblume – sind durch Intensivierung der Landwirtschaft und Lebensraumverlust stark zurückgegangen und kommen heute nur noch in kleinen, isolierten Restbeständen vor. Gleichzeitig verschwinden auch ihre spezialisierten Bestäuber – wie etwa die Glockenblumen-Felsenbiene, Grubenhummel oder Randring-Perlmuttfalter –, die genau auf diese Pflanzen und den Lebensraum angewiesen sind. Das Projekt setzt genau hier an und verfolgt einen gemeinsamen Schutzansatz für Pflanzen und Insekten.

Ziel ist es, die biologische Vielfalt im Günztal nachhaltig zu stärken, indem seltene Wiesenpflanzen und ihre Bestäuber wieder dauerhaft Lebensraum finden. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zum regionalen Biotopverbund, zum Schutz bedrohter Arten und zur Stabilität unserer Kulturlandschaft.

Der Randringperlmuttfalter auf einer Blüte

Projektzeitraum: Januar 2026 –  Dezember 2028

Fördergeber: Bayerischer Naturschutzfonds

Fakten

Ziele und Aufgaben

Sicherung und Vermehrung seltener Blütenpflanzen

Aus gesichert bodenständigen Populationen werden Samen gesammelt, vermehrt und als Einsaat oder Jungpflanze gezielt auf geeigneten Flächen wieder ausgebracht. So sollen bestehende Populationen stabilisiert und neue Bestände aufgebaut werden.

Seltene Wildbienen und Schmetterlinge werden durch passende Biotopstrukturen wie offene Bodenstellen, Nisthügel, Säume oder angepasste Mahdregime unterstützt. Entscheidend ist dabei, dass ihre Nahrungspflanzen gleichzeitig erhalten oder neu angesiedelt werden.

Es sollen gezielt bewirtschaftete Grünlandflächen naturschutzfachlich aufgewertet und langfristig gepflegt werden, um sie wieder zu artenreichen Lebensräumen zu entwickeln. Neue und bestehende Lebensräume werden zu einem funktionierenden Biotopverbund im Günztal verknüpft.

Landwirte und Flächeneigentümer werden beraten und aktiv eingebunden, damit eine naturverträgliche Nutzung und Pflege dauerhaft gesichert ist.

Ergebnisse

Aktueller Stand

Erste Feldarbeiten, wie die Kartierung von Bestäubern und Pflanzen, haben bereits begonnen. Ab Juni werden wir erste Samen von Trollblume und Schlüsselblume sammeln. Dann geht es um die Vermehrung. 

Kontakt

Ihr Ansprechpartner

Bei Fragen zum Projekt:

Dr. Sebastian Hopfenmüller
Mobil: +49 151 43804299
E-Mail: sebastian.hopfenmueller@guenztal.de