„Günztal for Future“

2020 – ein Jahr das in Erinnerung bleiben wird. Und ein Jahr, das trotz allem, auch positive Akzente setzt. So feiert die Stiftung Kulturlandschaft Günztal heuer ihr 20-jähriges Jubiläum und wir blicken zurück auf 30 Jahre Engagement und Idealismus für die Lebensader unserer Region. Anlass für uns einmal inne zu halten, die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen, die aktuelle Arbeit kritisch zu hinterfragen und an unserer Vision für die Zukunft zu feilen. 

20 Jahre Stiftung Kulturlandschaft Günztal
20 Jahre Stiftung Kulturlandschaft Günztal

Damals

Wir blicken zurück in die 80er Jahre. Bereits damals beobachtete Michael Nett, erster Vorstand der Stiftung, mit Sorge den Verlust von Natur im Günztal. Seinerzeit wurden Gräben verfüllt, Hecken verschwanden und die Feuchtwiesen, die Michael Nett aus seiner Kindheit kannte, wurden immer artenärmer. Alarmiert durch diese Entwicklung in seiner Heimat startete er, gemeinsam mit Walter Schneider, vor dreißig Jahren das Naturschutzprojekt „Biotopverbund Westliche Günz – Ottobeuren“.

Doch Michael Nett hatte größere Pläne: Auf seine Initiative hin wurde im Jahr 2000 die Stiftung KulturLandschaft Günztal als erste Naturschutzstiftung in Schwaben, mit dem Ziel dauerhaft Naturschutz, Landschaftspflege, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung zu fördern, gegründet. Ein großer Biotopverbund von den Quellen bis hin zur Mündung sollte zum Erhalt der wertvollen Tier- und Pflanzenwelt des Günztals beitragen.

Eine Bewegung setzte sich in Gang.


Heute

Um die damals gesteckten Ziele zu erreichen führen wir seit 20 Jahren Maßnahmen und Projekte durch, wie z.B. den Kauf von Grundstücken oder die Gestaltung von Kleingewässern. So sind in den Biotopverbung Günztal heute über 450 Hektar Naturschutzflächen eingebunden. Davon sind 78 Hektar Eigen- und 17 Hektar Pachtflächen der Stiftung. Auch im Sektor Öffentlichkeitsarbeit hat sich viel getan. An Exkursionen und dem Umweltbildungsbildungsprojekt „Wasserschule Günztal“ haben in den letzten 20 Jahren über 22.000 Kinder und Erwachsene teilgenommen. Daüber hinaus unterstützen wir Gemeinden, Verbände, Behörden und Privatpersonen rund um das Thema Naturschutz im Günztal. Projektleiter Peter Guggenberger-Waibel, seit über 25 Jahren aktiver Teil der Bewegung, ist noch immer von den Zielen und der Arbeitsweise der Stiftung überzeugt. Durch kooperativen Naturschutz und enge Zusammenarbeit mit den Partnern wurde eine Menge erreicht. Viele Projekte fanden auch überregional Beachtung und zahlreiche Auszeichnungen, wie zuletzt der „Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung 2020“, würdigen die in den letzten Jahrzehnten geleistete Naturschutzarbeit.

Diese Arbeit lebt von vielfältigem Engagement. So sind neben unserer internen Arbeit auch externe Beiträge wie Spenden, Zustiftungen von Wirtschaftsunternehmen und Privatpersonen sowie ehrenamtliche Hilfe notwendig. Heute zählt jeder Beitrag zum Erhalt einer artenreichen Kulturlandschaft im Günztal.


Morgen

Seit Gründung der Stiftung haben wir unsere Aktivitäten kontinuierlich ausgebaut. In der Zwischenzeit besteht unser Team aus sieben Mitarbeitern, die die Ziele der Stiftung auch im neuen Projekt „Insektenfreundliches Günztal“, für das eine Förderung durch das Bundesamt für Naturschutz erreicht wurde, weiterverfolgen werden. Die Arbeit der Stiftung ist heute wichtiger denn je. Trotz der vielen punktuellen Erfolge, die wir im Günztal bisher erreichen konnten, geht der Artenrückgang immer noch weiter. Unser neues Projekt soll nun Erkenntnisse darüber liefern, welche zusätzlichen Möglichkeiten des Insektenschutzes es im Grünland gibt und wie der Biotopverbund in Zukunft weiter ausgebaut werden kann.

Unsere Vision wird uns auch die kommenden 20 Jahre beschäftigen und wir freuen uns darauf.


Danke

Nicht zuletzt ist solch ein Jubiläum auch ein Anlass Danke zu sagen. So möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Förderern, Unterstützern und Wegbereitern bedanken. Denn ohne ihren Rückhalt wären wir heute nicht auf diesem spannenden und wichtigen Weg. 

(v. l. n. r.) Peter Guggenberger-Waibel, Michael Nett, Gunter Ernst und German Weber freuen sich über jede einzelne, hinzugewonnene Fläche, welche den Biotopverbund Günztal stärkt und die Lebensader unserer Region artenreicher macht.
(v. l. n. r.) Peter Guggenberger-Waibel, Michael Nett, Gunter Ernst und German Weber freuen sich über jede einzelne, hinzugewonnene Fläche, welche den Biotopverbund Günztal stärkt und die Lebensader unserer Region artenreicher macht.

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