Insektenfreundliches Günztal: Beginn der Feldarbeiten

Unser neues Projekt „Insektenfreundliches Günztal – naturschonende Grünlandwirtschaft im Biotopverbund“ startet in die erste Feldsaison. Wissenschaftler*innen der Universität Osnabrück sind seit kurzem auf ausgewählten Flächen im Günztal unterwegs und bestimmen Schmetterlinge und Heuschrecken.  Ziel ist es, den bestehenden Biotopverbund auf seine Funktionsfähigkeit für Insekten zu überprüfen. Wir möchten herausfinden, wie wirksam der Biotopverbund für Insekten wirklich ist, unter welchen Bedingungen die Artenvielfalt besonders hoch ist und in welchen Gebieten im Günztal konkrete Hilfsmaßnahmen besonders wertvoll sind.

Vor kurzem konnten Florian Fumy und Cinja Schwarz, aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Thomas Fartmann an der Universität Osnabrück, loslegen. Von Mai bis August werden ca. 40 Flächen jeweils mehrmals begangen. Dabei handelt es sich um extensive Mähwiesen auf unterschiedlichen Standorten zwischen Günzburg und Günzach.

In diesem Jahr liegt der Fokus auf Tagfaltern und Heuschrecken. Im nächsten Jahr folgen dann Wildbienen und Zikaden. Die Heuschrecken werden sowohl am Aussehen als auch mithilfe ihrer spezifischen Laute kartiert. Bei Bedarf werden sie kurzzeitig lebend gefangen. Die Tagfalter werden mit dem Fernglas beobachtet oder mit Hilfe eines Keschers und eines Beobachtungsgläschens kartiert und dann wieder freigelassen.

Die beiden Forscher*innen erfassen außerdem verschiedene weitere Parameter, die später ausgewertet werden. Z.B. gehen die Flächengröße, das vorhandene Blütenangebot sowie die Qualität der Flächen und Biotope im näheren Umkreis von 2 km in die Untersuchungen mit ein.

Die Ergebnisse sollen am Ende Hinweise darauf liefern, wie der Biotopverbund im Günztal weiter verbessert werden kann und wie sich die Qualität der Lebensräume für Insekten weiter optimieren lässt.

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